Grundwissen über Domains

Was sind Domains?
Unter einer Domain (auch Internetadresse) versteht man den Namen der Adresse eines Computers im Internet. Jeder Computer hat im Internet eine eindeutige Nummer (IP-Adresse). Da sich diese Nummer kaum einer merken kann wurde ein Namenssystem installiert, die jedem Computer im Internet eben einen einmaligen Namen zuteilen kann.

Was ist der Unterschied zwischen Domain und Emailadresse?
Die Domain ist die Adresse des Computers im Format www.domain.tld. Mit Hilfe von Browserprogrammen kann man über diese Adresse bestimmte öffentliche Inhalte (Internetauftritte/Homepages) auf Computern im Internet einsehen. Die Emailadresse ist dagegen eine Kontaktadresse, mit der man Daten (Nachrichten, Bilder, Musik,…) mit Hilfe von Mailprogrammen zwischen Computern versenden kann; Emailadressen haben in der Regel das Format beispiel@domain.tld (soll heißen das Postfach „beispiel“ auf dem Computer www.domain.tld).

Wie ist eine Domain aufgebaut?
Das Domainsystem ist wie ein Wurzelbaum aufgebaut und hat in der Regel drei Stufen (=Level).

Links fängt es an mit der Root Domain, die üblicherweise „www“ lautet.
Dann folgt in der Mitte als Second Level Domain der eigentliche Name, wie z.B. „domain“.
Rechts endet es dann mit der Top Level Domain TLD, wie z.B. „de“ oder „com“.

Die drei Level werden mit Punkten getrennt, so dass das Format www.domain.tld entsteht.

Was sind Third Level Domains, bzw. Subdomains?
Aus Gründen einer logischen Gliederung oder dezentralen Verwaltung der Inhalte einer Homepage können sogenannte Subdomains, bzw. Third Level Domains eingerichtet werden. Es wird dann zwischen der Second Level Domain und der Top Level Domain eine Third Level Domain angelegt, so dass das Format www.domain.subdomain.tld entsteht.

Einige Länder, wie z.B. Großbritannien, vergeben nur Third-Level-Domains. Eine Registrierung von domain.uk ist nicht möglich, stattdessen werden Domains wie domain.co.uk angeboten

Was bedeutet die Top Level Domain TLD?
Es gibt länderspezifische TLD (ccTLD = Country code TLD), wie .de für Deutschland, .at für Österreich oder .it für Italien. Es gibt etwa 200 verschiedene ccTLD. Je nach politischer Entwicklung fallen die einen weg (z.B. .dd für DDR, .yu für Jugoslawien) oder kommen neue hinzu (z.B. .me für Montenegro).

Daneben gibt es generische gesponserte TLD (sTLD = sponsored TLD), wie .mobi oder .tel, die von Unternehmen oder Organisationen vorgeschlagen und gesponsert werden, um z.B. bestimmte Branchen oder Technologien im Internet stärker zu präsentieren und generische nichtgesponserte TLD (uTLD = unsponsored TLD), wie z.B. .com, .info oder .net.

Wer vergibt und verwaltet die Domains?
Die dem US-amerikanischen Handelsminsterium nahestehende private Stiftung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) entscheidet über die Grundlagen der Verwaltung der Top-Level-Domains. Als Unterorganisation der ICANN regelt die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) die Organisation der Vergabe u.a. von TLD. Die IANA delegiert wiederum die Vergabe von Domains über internatonale Organisationen an nationale Registrierungsstellen (Registry). Für die Vergabe der deutschen TLD .de ist dies die genossenschaftliche Deutsches Network Information Center (DENIC) mit Sitz in Frankfurt.

Als Schnittstelle zwischen der Registrierungsstelle (Registry) und dem Registranten (Endkunde) fungieren sogenannte Domain-Name-Registrare, die von der Registrierungsstelle akkreditiert werden. In der Regel sind dies Internetdienstanbieter (auch Provider), die zusätzliche Dienste, Inhalte oder sonstige technischen Leistungen rund ums Thema Internet anbieten.

Wie kann der Domainname aussehen?
Eine Domain darf bis zu 63 Zeichen enthalten und aus Buchstaben, Ziffern und Bindestrichen bestehen. Je nach TLD können auch Umlaute genutzt werden. Aktuelle Richtlinien erfährt man beim Domain-Name-Registrar.